Mittwoch, 2. Mai 2007

Es wird weiter relativiert

Immer wieder: mehr oder auch weniger wichtige, mehr oder weniger schlimme oder auch nur für schlimm gehaltene Sachen werden flugs mit der NS-Judenverfolgung verglichen. Letzten Juni – Zarathustra hat es mitgeteilt – war es Alice Schwarzer, die das Kopftuch der Muslimas mit dem Judenstern verglichen hat, heute vergleicht Daniel Cohn-Bendit einen polnischen Politiker, der unter dem kommunistischen Regime zu leiden hatte, der heute auf absurde Weise von der jetzigen Regierung bedrängt wird, mit einem «Juden und KZ-Häftling» (die tageszeitung vom 27. 4.).

Die Geschmacklosigkeit solcher Relativierung der Scho’a führt allerdings zu keinem Skandal – der wird erst ausgerufen, wenn man einen Kirchenfürsten bezichtigen kann. Dann allerdings – ich denke an Kardinal Meißners Dreikönigspredigt vor zwei Jahren – genügt es zum Skandal, wenn man eine solche Relativierung auf eine noch so abwegige Weise in seine Sätze hineininterpretiert.

1 Kommentar:

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